Stand: November 2018

Rest. Voss

Restauration VOSS Archtop,   Baujahr 1954

Als ich diese Gitarre erworben habe, war sie in einem mitleiderregenden Zustand. Der Boden hing lose herum und war nur noch an wenigen
Stellen mit dem Korpus verbunden. Der Rest des Korpus war zwar noch zusammen, aber der Lack war in jämmerlichem Zustand.
Der Hals hing nur noch lose in seiner Tasche und mit einem kräftigen Ruck hatte ich ihn dann komplett ab.
Ausserdem glich der Hals eher einer Banane, da half auch kein Zurückbiegen unter Wärme mehr.
Die Bünde konnte man als solche nicht mehr bezeichnen, sie waren komplett runtergespielt und von den 6 Mechaniken waren 4 versch. Typen verbaut.

Fazit: Da der Gang zum Gitarrenbauer den Wert der Gitarre um ein Vielfaches überstiegen hätte, blieb nur noch verfeuern oder selbst restaurieren.

Laut Vorbesitzer ist die Gitarre von 1954 und hat schon viel durchgemacht. Das hat man ihr auch angesehen.

Da der Boden sowieso ab wahr, konnte ich alle Fugen nachträglich verleimen und das war auch nötig.

Das sieht doch schon mal ganz anders aus.

hier waren wohl schon mehrer Arten von Mechaniken drauf.
Alle Löcher wieder gut verschlossen.

Der Hals nach der Schellack-Lackierung.

Das Oberteil wurde komplett neu gefertigt und unter dem Knochensteg sitzt der Piezo.

Nach dem Halseinbau konnten endlich neue Saiten aufgezogen werden.

Nach einer gründlichen Lackreinigung sah das Ganze schon besser aus.

Die Decke hat eine hauchdünne Schellack-Versigelung bekommen.

Das Griffbrett musste komplett neu abgerichtet werden, da die Krümmung zu stark war.

Hier mal der Hals während des Bundierens.

Der Hals wurde als Schraubhals konzipiert.

Die Öffnung für das Batteriefach und die Ausgänge.

Ich denke das Endergebnis spricht für sich.

Der Hals hat im Laufe der Jahre eine ordentliche Biegung erhalten und musste komplett überarbeitet werden

Danach bekammen die Stoßkanten eine farbliche Absetzung.
Ein Binding zu fräsen wollte ich der alten Lady nicht antun.

Natürlich mussten die Dots auch neu gemacht werden.

Und hier nach der Bundierung.

Jetzt ging es an den Bau der Brücke die einen Piezo-Pickup erhalten sollte.

Auf der Oberseite wurde die aktive Klangregelung mit demTuner eingebaut.

Der Hals sieht nicht nur schön aus, sondern lässt sich auch wunderbar bespielen.

Die Gitarre ist wieder in einem sehr schönen Zustand und lässt sich hervorragend bespielen. Die Entscheidung einen Piezo einzubauen war auch richtig, da das akkustische Verhalten nicht durch eine Bedämpfung der Decke gestört wird. Ausserdem ist die Klangvielfalt wesentlich umfangreicher als bei einem Humbucker, der lediglich eine Abdämpfung als Tonregelung hat. Nicht zu vergessen der Vorteil des eingebauten Tuners.


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