Stand: September 2018

Rest. Thinline

Restauration Thinline,   Hersteller und Baujahr unbekannt

Diese Gitarre habe ich eigentlich nur aus Mitleid gekauft. Ich hatte ernsthafte Zweifel ob aus diesem Gerät noch etwas brauchbares
machbar war. Die Gitarre hatte unzählige kleine Löcher in der Decke, weiss der Henker was da mal so alles drauf war.
Ausserdem waren die Deckenleisten gebrochen. Das grösste Übel war jedoch das jemand versucht hat ein Schlagbrett zu montieren das
ca 5mm zu breit war. Nun hätte man das Schlagbrett kleiner schleifen können, der Handwerker hat sich aber stattsessen dazu entschieden
den Hals samt Bünden schmaler zu schleifen. Und damit auch alles seine Ordnung hat, hat er das auf der anderen Seite gleich auch gemacht.
Unfassbar.
Zum Glück habe ich mich doch zur Restauration entschieden, und habe es wirklich nicht bereut. Auch wenn es 2 Wochen
arbeit brauchte, mitlerweile ist sie zu einer meiner Lieblinklampfen mutiert.

Hier kommt die Wiederauferstehung.

Hier sieht man den beidseitig abgeschliffenen Hals.
 

Das einleimen der Leisten erfordert immer viel
Improvisation.

Nach dem Beizen sieht das Griffbrett schon
wieder anders aus.

Nach unendlichem schleifen kam erstmal eine Mahagoni
Lack-Beize drauf.

Die Kopfplatte bekam einen Mahagoni-Keil.
 

Der Sockel für den Duncan-Humbucker wurde auch
in Korpusfarbe gebeizt.

Der Einbau des Pickups ist eine schöne Arbeit.
 

Nach dem entfernen der Bünde wurde der Bereich mit
Funierstreifen und Flüssigholz aufgearbeitet.

Nach dem das Binding eingeleimt war konnte ich alles
schön verschleifen.

Hier werden alle kleinen Löcher geschlossen.
 

Dann wurden die Ränder schwarz genebelt.
 

Dann ging es an den Bau der neuen Brücke.
 

Genauso wurde auch der neue Sattel bearbeitet.
 

Der aufgearbeitete Saitenhalter passt sehr gut
zum dunklen Holz.

Die gebrochenen Balken wurden geleimt und mit neuen
Leisten verstärkt.

Auch am oberen ende des Griffbretts mussten
Kampfspuren gefüllt werden.

Danach konnte ich erst mal bundieren.

Zuletzt kam noch eine Schicht Klarlack drauf.
 

Auch die Hardware musste komplett überarbeitet
werden.

Hier nimmt der Hals langsam Form an. Die Detailarbeit
bei der Farbgebung hat sich gelohnt.

Nach dem einbau der Elektronik gehts ab ins
Wohnzimmer zu den anderen Ladys.

Die Gitarre ist wieder in einem schönen Zustand und hat mich mit einem wirklich gutem Sound belohnt. Auch die Saitenlage und das
Spielgefühl ist wieder Top. Leider kostet sie mich viel Zeit, da ich nicht dran vorbeigehen kann, ohne mal kurz ein paar Akkorde zu spielen.
Offensichtlich hat man ein anderes Verhältnis zu einem Instrument, das eigentlich schon totgesagt war.

Wer mehr Bilder und Daten von der fertigen Gitarre sehen will, bitte auf die Schrift klicken !

Alle Bilder auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt !     Zur Verwendung auf Ihrer Website kontaktieren Sie mich bitte !