Stand: November 2018

Rest. Mahag. Archtop

Restauration MAHAGONI-Archtop,   Baujahr ca. 1940

Als ich diese Gitarrezum ersten Mal sah, musste ich wirklich schlucken. Einerseits wegen des mitleiderregenden Zustandes, andererseits weil mir sofort
klar war, dass hier etwas Aussergewöhnliches vor mir lag. Man sieht nicht alle Tage eine komplett aus Mahagoni gebaute Archtop und schon gar nicht
eine 75 Jahre alte Lady.
Da die Besitzerin mir berichtete, dass ihr Opa bereits während des zweiten Weltkrieges im Besitz der Gitarre war, grenzte es ja an ein Wunder, dass es sie
überhaupt noch gab. Natürlich haben die harten Jahre ihre Spuren hinterlassen, aber sehen sie sich die Fotos an.
Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Nach einer ersten Reinigung sah sie von weitem gar nicht schlecht aus.

Risse im Holz wohin das Auge fiel.

Natürlich mussten alle Risse auch von innen verstärkt werden.

Dann ging es dem Hals an den Kragen. Das Griffbrett war
sehr eingespielt.

Erst einmal musste noch der alte Lack runter.

Endlich war alles fürs Beizen vorberitet.

Nach dem Grundieren nimmt es langsam Gestalt an.

Jetzt ging es ans Abrichten der Bünde.

Die Flügel der Mechaniken wahren z.T. nicht mehr
vorhanden.

Bei genauerer Betrachtung wurde mir dann doch anders.

Auch der Hals hatte schon bessere Zeiten gesehen.

Ich musste in Etappen arbeiten, da mir die Zwingen
ausgingen.

Das Griffbrett wurde wieder neu abgerichtet.

Die eigentliche Bundierung habe ich vor dem Lackieren
gemacht.

Die untere Beizschicht in Mahagoni wurde mit einem
Schuss Rot aufgehellt.

Ein echtes Freudenfest ist immer das Lackieren.

Ausgesprochener Einfalltsreichtum bei den Dots. Mal was anderes.

Die neuen Flügel sind aus Holz und müssen später noch
mal lackiert werden.

Schade, dass sie nie ein Schlagbrett hatte.

An einigen Stellen löste sich auch die Decke von den
Zargen

Nachdem alles verleimt war, kamen erstmals wieder für
3 Wochen Saiten drauf.

Sehr auffällig ist das Binding, was dem Hals eine
Sattelbreite von 49mm gibt.

Jetzt hieß es schleifen, schleifen und schleifen.

Durch die schwarze Beize gleicht sich das wieder
aus.

Nach dem Trocknen des Bodens durfte auch die Decke
etwas Lack schnüffeln.

Die Kopfplatte bekam farblich die gleiche Kontur wie
das Korpus-Binding.

Die massiven Wellen der Mechaniken haben ordentlich
Gewicht.

Endlich durfte ich Saiten aufziehen und wurde durch den Klang für alle Mühen
belohnt.

Sie macht wieder von allen Seiten eine gute Figur.

Die Gitarre ist wieder in einem fantastischem Zustand und klingt selbst mit den erstmals aufgezogen Western-Saiten schon beeindruckend. Bei der nächsten
Bestellung sind natürlich 11er Thomastik Flatwounds dabei. Ich denke für diese Gitarre die optimale Wahl.


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