Stand: September 2018

16 Zoll Archtop

Eigenbau einer 16 Zoll Archtop mit Hölzern von “SOLI”

Vor einigen Jahren habe ich im Internet mehrer Decken und Böden der früheren Firma “SOLI” erworben. Diese gibt es ja seit
ca. 30 Jahren nicht mehr, so das sichergestellt war, dass die Hölzer mehr als gut getrocknet waren.

Als erstes Projekt habe ich mir natürlich laminierte Hölzer vorgenommen, um nicht allzuviel Schaden anzurichten.
Als Schablone habe ich mir die genauen Masse der Gibson L 48 genommen, die als “Mutter aller Jazzgitarren” gilt.

Leider habe ich im Eifer des Gefechtes manchmal das Fotografieren vergessen, aber ich glaube man sieht trotzdem den Umfang der Arbeiten.
 

Nachdem ich die Reifchen auf den Boden geleimt habe
wurden die gebogenen Zargen aufgeleimt.

Die massiven Holzklötze für die Halsaufnahme und für
den unteren Gurtknopf sind eingeleimt..

Nachdem die Längsbalken unter die Decke geleimt
waren, konnte ich die F-Löcher sägen.

Den Hals habe ich gebraucht erstanden, er stammt von
einer Westerngitarre.

An der zusätzlichen Verschraubung wird spüter
der Gurtknopf befestigt.

Die komplette Gitarre bekommt erst mal diesen
Grundton.

Den Saitenhalter habe ich aus Stahlblech mit einer
Teakholzabdeckung gebaut.

Nach der zweiten Lackierung fand ich das Ergebnis
zufriedenstellend.

Die Brückenteile werden erstmal grob auf der
Kreissäge ausgeschnitten.

Hier sieht man noch Hitzespuren im Holz vom Biegen der
Zargen über dem heissen Eisenrohr.

Da ich den Hals verleimen und verschrauben wollte,
habe ich eine Gewindehülse eingebaut.

Dann wurde die Decke auf den Korpus geleimt.Durch
die Schablonen braucht man weniger Zwingen.

Natürlich musste er komplett überarbeitet werden,
einschließlich neuer Bundierung.

Das fehlende Holz an den Seiten wurde mit
verleimten Hölzern ausgeglichen.

Das Sunburst wird mit der Airbrushpistole
aufgetragen.

Jetzt haben die Gitarre und der Saitenhalter die
erste Lackschicht bekommen.

Die überarbeiteten Mechaniken kommen wieder
an ihren Platz.

Dan wird gesägt und geschliffen bis der Arzt
kommt.

Hier habe ich die Reifchen für die Deckenverleimung
eingeleimt.

So sieht es dann aus, bevor die Decke aufgeleimt wird.
Den Aufkleber konnte ich mir nicht verkneifen.

Hier fängt das ganze schon langsam an nach
Archtop auszusehen.

Dann wurde der Hals an den Korpus
angepasst.

Hier habe ich die erste Beize aufgetragen,
Farbton orangebraun.

Diese Arbeit erfordert etwas Gefühl, da man hier
frei Hand arbeiten muss.

Dann heisst es nochmal mal schleifen,
für die nächste Lackschicht.

Die neue Bundierung wurde nochmal abgerichtet,
gerundet und poliert.

Die 5-Cent Stücke haben eine Gewinde zur
Höhenverstellung erhalten.

Die fertige Gitarre als reines Akkustikmodell

Zuerst wurde die Gitarre als reines Akkustikmodell ausgiebig getestet.
 

Sie klingt sehr resonant, aber die Hölzer müssen sich noch einschwingen.
 

Sie hat mich vom Klang angenehm überrascht.
 

Schön, was man aus Holz alles machen kann.
 

Im zweiten Schritt bekam sie noch einen GUILD-Pickup.

Den Pickup hatte ich noch aus einem Umbau.
 

Die Potiknöpfe aus Holz im passenden Farbton lackiert.
 

Natürlich musste auch ein Schlagbrett für die Potis her.
 

Die Klinkenbuchse geht am Gurtknopf raus..
 

Obwohl sie schon akkustisch gut klingt, spiele ich sie fast nur noch am Amp. Dieser feine warme Klang mit langen Sustain bringt
mich immer wieder ins Schwärmen. Natürlich spielt dabei immer das Wissen mit, dass diese Gitarre praktisch aus ein paar Holzplatten
und einem Haufen Arbeit entstanden ist.
Irgendwie fühlt es sich anders an als ein fertig gekauftes Produkt, aber das ist schwer zu erklären.

Auf jeden Fall wird es nicht mein letztes Projekt sein, zumal ich noch einige massive Decken und Böden habe.
 

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